DATING-APPS UND SINGLEBÖRSEN: ANTWORTEN AUF WICHTIGE RECHTS­FRAGEN

Online-Dating transportieren Folter

SZ-Magazin: Sie sind Soziologieprofessorin in Jerusalem — und schreiben, dass Online-Dating nach Marktmechanismen funktioniert. Eva Illouz: Das Internet hat den Markt an verfügbaren Partnern sichtbar gemacht. Auf Tinder sieht man alle möglichen Sexualpartner in einem Radius von drei Kilometern. Und wir sprechen von Partnern, die ebenso gewillt sind, sich mit einem einzulassen. Genau diese Möglichkeit, das ganze Angebot zu sehen, macht einen Markt zu einem Markt. Auf Tinder entscheiden sich Menschen oft in weniger als einer Sekunde für oder gegen potenzielle Partner. Wie verändert das die Art der Partnersuche? Aber das stimmt nicht ganz.

Beleidigungen beim Online-Dating

Frau mit Laptop: Auf Betrüger fallen Frauen und Männer jeden Alters herein. Quelle: imago images. Liebesbetrüger suchen sich ihre Opfer in Dating-Portalen und sozialen Netzwerken. Mit dreisten Lügen umgarnen sie Männer und Frauen — und ziehen ihnen damit zehntausende Euro aus der Tasche. Einige typische Fälle der vergangenen Monate:. Eine 59 Jahre alte Frau aus Lüneburg Niedersachsen fällt beim Online-Dating auf die falschen Liebesschwüre eines Mannes herein und gibt ihm mehrere Tausend Euro. Anfang März erstattet sie Anzeige gegen ihn. In diesem Fall geht der Betrüger besonders dreist vor: Er gibt sich im Chat mit einem Foto als jemand anderes aus — und holt das Geld getarnt als Bote persönlich bei seinem Opfer ab.

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